„Spring in eine Pfütze – trau dich etwas verrücktes und neues zu tun“

Heute ist der Tag „Spring in eine Pfütze und bespritze deine Freunde“ (11.01.2021).

Mich hat dieser Tag für den heutigen Blogbeitrag inspiriert, weil ich es liebe mal was Neues zu probieren und auch mal verrückt zu sein. Gerade in der Arbeit mit Kindern habe ich immer wieder was Neues entdeckt und gelernt, weil Kinder mich durch ihre ehrliche und neugierige Art angesteckt haben.

Eines meiner einprägsamsten Erlebnisse in der Krabbelstube passierte bei einem einfachen Spaziergang. Ich war mit den Kindern auf dem Weg zu einem Spielplatz. Das Wetter spielte an diesen Tag etwas verrückt, von leichten Regentropfen, einer dicken Nebelsuppe und versteckter Sonne war alles dabei.

Wir hatten einen großen Wagen, wo sich 6 Kinder hineinsetzen konnten und zwei Kinder gingen zu Fuß. Als wir da so gingen, sagte ein zweijähriges Mädchen zu mir „Corinna singen.“ Zu Beginn dachte ich mir, ich kann doch jetzt nicht singen, dass hören ja auch andere Leute. Dann dachte ich mir, warum eigentlich nicht, dass Mädchen hatte einen Wunsch, den ich leicht erfüllen konnte. Ich fragte, welches Lied ich singen soll und dann begann ich zu singen. Es war lustig zu beobachten, wie die Menschen rundherum darauf reagierten. Eine ältere Dame lächelte mich an, eine andere Dame schüttelte den Kopf und ein Herr fragte uns, ob das alle unsere eigenen Kinder sind. Info dazu ich war damals 21 und meine Kollegin 25 Jahre.

Zurück zu meinem schönen Gesang, den Kindern machte es Spaß und sie sangen und klatschten mit. Sie waren im Hier und Jetzt und nahmen gar nicht bewusst wahr, was rundherum bei den vorbeiziehenden Menschen passierte. Die Freude in den Augen der Kinder zu sehen, ließ auch mich die Blicke der Menschen rundherum vergessen. Obwohl die meisten durchwegs positiv waren.

Beim Spielplatz angekommen wurde geklettert, gerutscht und im Sand gespielt mit einer Begeisterung die schön zu beobachten war. Hier entdeckte ein einjähriger Junge eine kleine Wasserpfütze, die ihn in seinen Bann zog. Er hüpfte hinein, ging durch, griff mit seinen kleinen Händen hinein und betrachtet sein eigenes Spiegelbild.  

Dieser Tag zeigte mir, dass ich in jedem Moment neues für mich und mein Leben lernen kann, wenn ich mich traue Neues zu entdecken und zu probieren

Ab diesem Tag haben wir beim Spazieren gehen gesungen, aber auch in den öffentlichen Verkehrsmittel wurde nicht Halt gemacht.  Wichtig mit Begeisterung und Elan, weil diese Erlebnisse speichert unserer Gehirn leichter.

„Durch ein Kind wird aus dem Alltag ein neues Abenteuer,

aus Sand eine Burg, aus Farben ein Bild,

aus einem Haus ein zuhause,

aus Plänen Überraschungen,

aus einer Pfütze ein Ozean,

aus einem Lächeln ein Strahlen

und aus Gewohnheiten Leben.“

Autor unbekannt

Jeder Mensch hat eine Komfortzone, in der er sich sicher und geborgen fühlt. Außerhalb der Komfortzone befindet sich die Lernzone, die uns ermöglicht neues zu entdecken, zu lernen und über uns hinauszuwachsen. Wenn wir uns jedoch nicht selbst dazu entscheiden oder der Schritt zu groß ist, können wir auch in eine Panikzone kommen, die unser Gehirn blockiert und somit Lernen nicht mehr möglich ist. Mach kleine Schritte aus deinem Schneckenhaus, um Neues zu entdecken. Es darf auch verrückt sein.

Das heißt: Trau dich deine Komfortzone zu verlassen, um in die Lernzone zu kommen, dich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Wichtig dabei ist, schau auf dich, was traust du dir zu und was fühlt sich gut an.

Viel Freude und Spaß beim Ausprobieren!

Bilderbuchempfehlung: Ein Rucksack voller Glück

Bilderbuch und Erstleser – Schulausgabe von Julia Volmert und Elke Broska; Verlag albarello

In diesem Buch geht es um zwei Kinder, namens Mia und Flo. Die Beiden sind Geschwister. Eines Morgens freuen sie sich, weil mit den Eltern ein Ausflug geplant ist in ein Spaßbad, aber leider muss er abgesagt werden, da das Auto in der Werkstatt war. Die beiden Kinder waren schlecht und mies gelaunt und schimpften. Da erzählte ihnen ihre Mama von einem unsichtbaren Rucksack, den jeder Mensch von Kind bis zum Opa mit sich trägt. In diesem unsichtbaren Rucksack kommen gute Gefühle, schöne Momente oder Situationen, die einem gefallen haben. Aber auch schlechte Gefühle, traurige Gedanken und Momente bzw. Situationen, wo es einem nicht so gut ging. Wenn der Rucksack mit guten und schönen Momenten und Gefühlen befüllt ist, fühlt er sich leicht an, fast so als könnte man fliegen. Wenn der Rucksack mit schlechten und traurigen Momenten und Gefühlen befüllt ist, fühlt er sich schwer an, so als würde man Steine mit sich herumtragen. Mia und Flo waren neugierig und lauschten gespannt was ihnen Mama ihnen erzählte. Sie schlägt vor, dass sie einen Spaziergang machen. Bei dem Spaziergang beobachten Flo und Mia die anderen Menschen ganz genau, um die unsichtbaren Rucksäcke zu erkennen bzw. welche Gefühle sich darin befinden. Die Beiden entdecken einen alten Mann, der in einer gebückten Haltung geht und traurig aussieht, die Mutter erzählt ihnen, dass der Mann gerade eine schwere Zeit durchmacht.

1. Situation: Zuhause fährt Flo mit seinem Auto und sein Freund und Nachbarskind Lars ist auch mit dabei. Lars hat einen Anhänger bei seinem Auto. Flo ist traurig, weil er nicht auch so einen großartigen Anhänger hat. Er ist mies gelaunt, weil er ihn haben möchte. Seine Schwester Mia macht ihn aufmerksam und meint, dass sein Rucksack gerade schwer sein müsste. Flo nickt und überlegt was er machen kann. Er geht hin zu Lars und fragt, ob er mit dem Anhänger spielen darf. Lars hat nichts dagegen. Flo darf auf dem Anhänger sitzen und mitfahren.

2. Situation: Mia spielt im Schulhof mit ihren Freundinnen und ein anderes Mädchen sitzt allein in der Sandkiste und weint. Mia erzählt ihren Freundinnen von dem unsichtbaren Rucksack und gemeinsam beschließen sie das Mädchen mitspielen zu lassen. Das Mädchen freut sich und somit wird der unsichtbare Rucksack mit einem schönen Moment befüllt.

Am Abend erzählen die Kinder von ihren Erlebnissen und die Mama führt das Ritual ein, dass jeden Abend schöne Momente des Tages in den unsichtbaren Rucksack gefüllt werden und bewusst wahrgenommen werden.

Lade dir die Vorlage für deinen Rucksack voller Glück runter, um ihn mit deinen persönlichen Momenten zu befüllen.

Ich wünsche dir viele schöne Glücksmomente. 🙂

Alles Liebe Corinna

Mit Lebensbalance zu mehr Zufriedenheit

Im Leben ist es eine oftmals eine Herausforderung, die Balance zwischen Arbeit / Freizeit / Familie etc., zu finden und zu halten.

Wie schaffe ich eine Ausgewogenheit? Ist das überhaupt möglich?

Gerade als alleinerziehende Mutter stößt man da immer wieder an seine Grenzen, wie schaffe ich es Beruf, Kinder, eigene Interessen, etc. unter einen Hut zu bringen. Oftmals kommt es zu Überforderungen, es wird einem alles zu viel. Wie schaffst du es nun, dass du deine Lebensbalance im Auge behaltest?

Der Psychotherapeut Nossrat Peseschkian hat die 4 Säulen des Lebensbalance Modell entwickelt. Ich beschreibe euch die Säulen mal näher und was sie alles beinhalten.

1. Beruf und Finanzen

In dieser Säule befinden sich die Arbeit, das Einkommen, die finanzielle Sicherheit, die Leistung, welche ich erbringe und der Erfolg. Wo bist du erfolgreich? Was kann du gut? Wo kann du deine Stärken und Fähigkeiten herzeigen?

2. Familie und soziale Kontakte

Dazu zählen Familie, Freunde, Kinder, Kollegen, Vereinsmitglieder, etc. Sie bieten Rückhalt, Unterstützung und sind für dich da. Wen liebst du und von wem wirst du geliebt? Welche Menschen tun dir gut und warum?

Jeder Mensch benötigt unterschiedlich viele sozialen Kontakte. Gerade als alleinerziehende Mutter ist es wichtig, sich ein soziales Netzwerk aufzubauen, um in kritischen Situationen auf jemanden zurückgreifen zu können. Wer ist dein soziales Fangnetz?

3. Gesundheit und Fitness

Die Säule beinhaltet den Körper, Gesundheit, Ernährung, körperliche und geistige Fitness, Erholung nach einer Anstrengung. Hier geht es darum zu schauen, was kann ich gutes für meinen Körper tun. Was hilft dir, dich wohlzufühlen? Ist es eine heiße Badewanne am Abend oder eine Runde laufen an der frischen Luft?

4. Sinn und Kultur

Wofür machst du das? Was willst du in deinem Leben erreichen? Diese Säule beinhaltet die Werte, die Vision, Mission und Ziele. Was möchtest du bewirken oder was ist dir wichtig? Gibt es eine höhere Macht, die dich in deinem Leben stärkt oder unterstützt? Woran glaubst du?

Aufgabe: Nimm dir Zeit und schreib dir zu den vier Lebensbereichen, deinen aktuellen IST – Zustand und dann schau, ob und was du verändern möchtest.

Es ist wichtig einen Ausgleich zu schaffen. Wenn du zum Beispiel in einer Woche mehr arbeitest, kannst du in der darauffolgenden Woche mehr mit deinen Kindern machen bzw. deinen Hobbys nachgehen. Nimm dir Zeit und behalte die 4 Bereich der Lebensbalance. Vergleiche den IST mit deinem SOLL Zustand.

Wichtig ist abzuwägen, was brauchst du gerade, um ein Leben in Balance zuführen?

Alles Liebe,

Corinna

Das dritte Element der Neuen Autorität

Familienberatung / Lerntraining

Selbstkontrolle heißt, dass nur ich alleine mein Verhalten kontrollieren und verändern kann. Deeskalation bedeutet, dass die Energie, welche durch Stresssituationen bereitgestellt werden für die Reaktionsverzögerung und dann für die Lösung genützt werden.

Es ist menschlich, dass es Aussagen, Verhaltensweisen …. etc. gibt, die uns auf die Palme bringen, wo wir ausrasten und die Emotionen unseren Körper im Griff haben. Kinder kennen eines ganz genau unsere wunden Punkte.

Eine Situation, wo es hohes Konfliktpotenzial gibt ist das Lernen. Gerade wenn die Kinder mehr Selbstverantwortung übernehmen wollen oder andere Lernstrategien haben, ist es für Eltern schwierig ruhig und gelassen zu bleiben. z.B. Das Kind kann bei lauter Musik die Hausaufgaben machen und sich konzentrieren. Die Mutter versteht das gar nicht und fordert das Kind auf die Musik abzudrehen. Dies kann zu einem Streitpunkt in der Familie werden. Aber warum?

Wenn Eltern lernen sich aus der Eskalation zu befreien, gewinnen sie doppelt, weil durch die Deeskaltion wird mehr Raum für die Beziehung geschaffen und es wird weniger Platz für energieraubende Streitereein gegeben. Deeskalation und Selbstkontrolle sind erlernbar!

Wie kann die Selbstkontrolle und Deeskalation gelingen?

  • Finde die Auslöser (wunden Punkte), die dich oder dein Kind auf die Palme bringen
  • Verzögere die Reaktion – Was beruhigt mich in schwierigen Situationen? (z.B. Tief ein- und ausatmen, Schritt zurück gehen, laut schreien, ….etc.)
  • Situation in Ruhe ansprechen, Kommuniziere wertschätzend (Ich-Botschaften, Voll-Botschaften)
  • Bleibe an Dingen dran, die euch als Eltern / dir wichtig sind.
  • Gebe Fehler zu und entschuldige dich auch dafür.
  • Verzeihe dir selbst, wenn du in Situationen überreagierst und nimm es unter die Lupe, wie es dazu kam.
  • Überrasche dein Kind mit kleinen Beziehungsgesten (z.B. Kompliment, Lieblingsessen, … etc.)

Bei einem Schiff ist es für mich das Steuerrad, welches auch in schwierigen Situation auf See in die andere Richtung gelenkt werden muss oder gehalten werden, damit es wieder gut weitergehen kann. Du hast das Steuerrad in der Hand. 🙂

„Mentale Selbstkontrolle ist die Voraussetzung für emotionale Selbstregulation“

Alles liebe Corinna

Buchtipp: „Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern“ Haim Omer und Philip Streit

Das zweite Element der Neuen Autorität

Familienberatung / Lerntraining

Präsenz beschreibt alle Handlungen und Haltungen, mit denen Eltern bzw. Bezugspersonen ausstrahlen: „Ich bin hier und ich bleibe da, egal was kommt.“

Es ist wichtig, dem Kind zu signalisieren, dass ich als Eltern bzw. Bezugsperson da bin und Interesse an ihren / seinem Leben habe. Ich kann als Elternteil mein Kind nicht kontrollieren, sondern ich kann nur meine eigenen Handlungen kontrollieren und dadurch die Präsenz verstärken und klar machen.

Präsenz ist erlern- und auch lehrbar. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt, dabei ist wichtig dran zu bleiben, um eine elterliche Beziehung zu ihrem Kind herzustellen. Beziehung heißt einen guten Draht zu haben, aber auch Grenzen zu setzen, um das Wohl ihres Kindes zu wahren. Kinder brauchen Ankerpunkte, auf die sie sich verlassen können und das sind in den meisten Fällen zum Glück die Eltern.

Um den Bezug zum Schiff wieder herzustellen ist die Präsenz und die wachsame Sorge der Anker bzw. der Hafen, wo das Schiff zurück kommen kann, um in Sicherheit zu sein bzw. in stürmischen Zeiten zu wissen, im Hafen angekommen, kann es wieder zur Ruhe finden und Kraft tanken. Um für die nächste Fahrt bereit zu sein.

Wachsame Sorge bedeutet aktiv und respektvoll am Leben des Kindes teilhaben zu wollen. „Dahinter steht die Haltung „Alles was mit meinem Kind passiert ist mir wichtig! Ich möchte im Bilde bleiben und Anteil am Leben meines Kindes nehmen.““ Zitat aus dem Buch „Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern S. 20

Im Buch werden drei Ebenen der wachsamen Sorge beschrieben:

  1. offene Aufmerksamkeit = dem Kind Aufmerksamkeit schenken – Interesse zeigen
  2. fokussierte Aufmerksamkeit = gezieltes Nachfragen, wenn etwas besorgniserregendes passiert ist.
  3. aktive einseitige Maßnahmen = aktive Maßnahmen setzen, um das Kind vor Gefahren zu schützen

Was bedeutet das im Bezug auf das Lernen?

Von klein auf wollen Kinder gesehen werden und vermitteln uns somit, dass unsere Präsenz gewünscht ist, ansonsten fordern sie diese ein.

Gerade im Schulalltag kapseln sich die Kinder wieder ein Stück weit von den Eltern ab, daher ist es wichtig das vom Erwachsenen aus die Präsenz gezeigt wird.

  1. Erkundige dich bei deinem Kind, wie der Schulalltag war, ob irgendetwas spannendes bzw. schönes passiert ist? Welche Aufgaben sind am Nachmittag zu machen?
  2. Mit wem treibt sich dein Kind aktuell herum, wer sind die Freunde und wo wohnen sie. Erlaube deinem Kind die Freunde auch einmal einzuladen, um sie kennen zu lernen.
  3. Welche Gedanken und Fragen beschäftigen gerade dein Kind? Braucht es von den Eltern eine Unterstützung oder gibt es Fragen, die sie geklärt haben möchten.

Bei herausfordernden Situationen im Schulalltag z.B. Schule schwänzen, Aggressionen, …. ist es auch wichtig beharrlich zu sein, was bedeutet die Situation mal ruhen zu lassen, aber zu einem späteren Zeitpunkt in Ruhe wieder aufzugreifen und zu besprechen. Späterer Zeitpunkt heißt zeitnah, also am selben Tag am Abend oder am nächsten Tag. Dranbleiben und Wartenkönnen baut neue tragfähige Brücken.

Viel Freude bei der Präsenz und wachsamen Sorge im Leben eures Kindes.

Alles liebe Corinna

Buchtipp: „Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern“ Haim Omer und Philip Streit

Rezepte!!

für eine abwechslungsreiche und einfache Ernährung, ob Frühstück oder Schuljause. 🙂

Lerntraining

Wenn das Essen schmeckt und vielleicht noch selbst hergerichtet wurde schmeckt es meines erachtens besser und dabei kann vieles gelernt werden. Fertigkeiten und Fähigkeiten, wie lesen, Rechenverständnis, Geduld, Feinmotorik und noch vieles mehr werden dabei gefördert und erlernt.

Viel Spaß beim Kochen, Backen und Ausprobieren. Das wichtigste dabei ist lasst es euch schmecken. 🙂

Alles liebe Corinna

Das erste Element der Neuen Autorität

Familienberatung / Lerntraining

Kinder brauchen einen Rahmen, an dem sie sich orientieren können und der ihnen Halt gibt. Wenn sie selbst für die Bedürfnisbefriedigung verantwortlich wären, sind sie heillos überfordert. Kinder wissen noch nicht was richtig und was falsch ist, daher brauchen sie Erwachsene die ihnen einen Rahmen vorgeben. Wichtig ist, dass der Rahmen bzw. die Struktur individuell auf das Kind angepasst wird.

 Je nach Entwicklungsstand und Bedürfnisse kann der Rahmen enger oder weiter sein, dies ist von Kind zu Kind individuell und soll regelmäßig reflektiert werden. Kinder brauchen Ordnung, weil es ihnen Orientierung und Sicherheit gibt. Kinder können vorausschauen, wenn Strukturen, Verhaltensweisen und Konsequenzen von den Eltern regelmäßig eingeführt und eingehalten werden. Eine fehlende Ordnung kann kindliche Ängste verstärken, d.h. klare Regeln reduzieren bei Kindern Ängste. Struktur wirkt sich positiv auf die Entwicklung und das Wohlergehen der Kinder aus.

Rituale und Regeln können helfen den Rahmen abzustecken. Regeln sind wichtige Eckpfeiler in der Familie, an die sich alle Beteiligten halten und somit Halt und Verlässlichkeit geben. Rituale sind wiederkehrende Handlungen, die Kindern dabei helfen sich auf die bevorstehende Situation vorzubereiten oder einzustellen. Rituale können individuell und kindgerecht gestaltet werden, dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. z.B. Ritual vor dem Schlafen gehen eine Geschichte lesen, vor der Hausübung zur Lieblingsmusik tanzen etc.

Auf einem Schiff gibt der Kapitän die Struktur vor, in dem er Anweisungen erteilt und Regeln aufstellt, um das Schiff wieder sicher zurück in den Hafen zu bringen. Du bist im Leben deines Kindes zu einem gewissen Alter der Kapitän und irgendwann übernimmt das Kind selbst die Rolle, zu erst Teile und irgendwann ganz.

Was bedeutet das im Bezug auf das Lernen?

Kinder lernen von Geburt an, also ist es wichtig hier schon Struktur und Rahmen zu schaffen und zu geben. Dies ist bereits eine Vorbereitung für das schulische Lernen, weil wenn Kinder von zuhause Strukturen kennen, fällt es ihnen oft leichter im Schulalltag Struktur und Ordnung zu schaffen, als wenn sie im „Chaos“ groß geworden sind.

Beim schulischen Lernen ist es wichtig das Kind zu begleiten und dabei zu unterstützen eigene hilfreiche Strategien zu entwickeln. Strategien sind Verhaltensweisen, um mit anstehenden Situationen umzugehen oder Dinge zu meistern bzw. zu bewältigen. Kinder bringen die ersten eigenen Strukturen ein, welche sich durch wiederkehrende Rituale, eigene Regeln oder Strategien zeigen und durch Wiederholungen gefestigt werden. Es gibt nützliche Strategien, Regeln und Rituale, aber auch welche, die mit der Zeit nicht mehr hilfreich sind und somit ersetzt werden.

Zur schulischen Strukur gehört: den Lernstoff einteilen, die Hausübungs- und Freizeit planen, in der Schultasche Ordnung schaffen, am Rahmen in der Schule orientieren, etc….

Tipp: Zeige deinem Kind, wie du Dinge strukturierst, wie planst du Termine, etc. von dir können die Kinder vieles beobachten, lernen und vielleicht übernehmen. Wo wir wieder bei der Vorbildwirkung gelandet sind. 🙂

Viel Freude beim Rahmen schaffen und Strukturen einbauen. 🙂

Alles liebe Corinna

Buchtipp: „Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern“ Haim Omer und Philip Streit

Wie kann Erziehung gelingen?

Familienberatung / Lerntraining

Ich lese gerade ein neues Buch, um mich für ein anstehendes Ausbildungsmodul vorzubereiten. Es geht um das Thema, wie Erziehung gelingen kann. Erziehung steht für mich im engen Kontakt zum Thema Vorbilder und Beziehung, also passt es gut zu meinem letzten Blogbeitrag.

Um als Vorbild für die Kinder zu agieren ist es wichtig sich selbst und als Eltern über die Erziehung klar und bewusst zu sein. Was wollen wir unserem Kind mitgeben, was ist uns wichtig? Erziehung ist ein ständiger Lernprozess, wo Eltern miteinander wachsen und sich entwickeln können.

Haim Omer und Philip Streit beschreiben in ihrem Buch „Die Neue Autorität. Das Geheimnis starker Eltern“, wie es gelingt Kinder zu einem selbstbestimmten Individuum zu erziehen.

Was brauchen Kinder?

Kinder brauchen einen starken Anker, einen sicheren Hafen, wo sie in stürmischen Zeiten Zuflucht und Halt finden. Gerade schwierige Schulsituationen können stürmische Zeiten bei Kindern hervorrufen, da ist es wichtig als Eltern Halt und Sicherheit zu geben.

Haim Omer und Philip Streit visualisieren in ihrem Buch, was es bedeutet ein sicherer Hafen und ein starker Anker zu sein.

„Ein sicherer Hafen zeigt sich durch die offenen Arme der Eltern, ihre bedingungslose Präsenz und symbolisiert: Ich bin immer für dich da. Du kannst immer zu mir zurückkommen, um aufzutanken, um dich zu erholen oder trösten zu lassen. Dieser sichere Hafen bietet ein Stück zuhause und überdauert alle Krisen und bittet Zuflucht und Sicherheit.“

„Der starke elterliche Anker wird benötigt, um das Schiff auf hoher See vor Sturm, Unwetter, Gefahren, Strömungen und Versuchungen zu schützen. Er sorgt für klaren Rahmen, wenn zu viel aufeinmal einströmt und bringt das Schiff wieder auf den richtigen Kurs.“

Haim Omer und Philip Streit; Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern S. 17, S. 18

Wie kann das Gelingen?

Haim Omer und Philip Streit beschreiben in ihrem Buch, dass es auf vier Elemente an kommt, um einen sicheren Hafen und eine starke Ankerfunktion für Kinder zu haben.

  • Struktur
  • Präsenz und wachsame Sorge
  • Unterstützung
  • Selbstkontrolle

„Familie ist der Anker, wenn das Leben stürmisch wird.“ (Autor unbekannt)

Bist du neugierig geworden? Dann melde dich bei mir und ich sende dir die 4 Elemente für eine gelingende und starke Erziehung zu.

Alles liebe Corinna

Buchtipp: „Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern“ Haim Omer und Philip Streit

Lernen durch Vorbilder

Familienberatung / Lerntraining

Gerade im Kontext Schule habe ich schon erlebt, dass manche Eltern gegenüber dem System eine negative bzw. schlechte Einstellung haben. Eltern schimpfen über Lehrer, die Hausaufgaben, den Lernstoff, etc., vielleicht weil sie selber in der Schule schlechte Erfahrungen gemacht haben und nicht aus der eigenen Haut raus können. Macht es das für die Kinder leichter?

Nein!!!

Kinder brauchen Vorbilder, von denen sie lernen können. Kinder lernen von der Geburt an von Vorbildern. Vorbilder können sein Eltern, Geschwister, Großeltern, Helden aus Kindersendungen, Pädagogen, Lehrer etc. Sie beobachten uns genau und nehmen uns unter die Lupe. Kleinkinder ahmen unsere Handlungen und unsere Sprache nach, aber auch Schulkinder interessieren sich für unsere Vorgehens- und Denkweisen.

Visualisierung Offenheit Respekt Beziehung Idole Lernen Denken

Wichtig ist es, dass Eltern sich über ihre Einstellungen und Handlungen bewusst werden. Wie denke ich über die Schule? Wie waren meine Erfahrungen als Kind? Wie reagiere ich, wenn mein Kind mit einer schlechten Note heim kommt? …. Selbstreflexion heißt das Zauberwort – nimm dir die Zeit, um deine eigenen Handlungen und Einstellungen zum Thema Lernen und Schule bewusst zu machen. Wenn wir uns unserer Handlungen und Einstellungen bewusst sind, können wir entscheiden, was wir unserem Kind mitgeben möchten.

Wichtig dabei ist, das Vorbild sein nicht heißt dem Kind Verantwortung abzunehmen. Kinder sollen von Beginn an in der Schule die Chance erhalten selbstbestimmt und verantwortlich zu agieren und sich Strategien dafür bei uns abzuschauen.

Also nimm dir die Zeit, um über deine eigene Schulzeit nachzudenken und vielleicht erzählst du auch deinem Kind davon, dass stärkt die Beziehung.

Beim gemeinsamen Lernen können sich Kinder Lernmethoden und Lernstrategien von Eltern abschauen oder durch Unterstützung eigene entwickeln.

„Auf Kinder wirkt das Vorbild nicht die Kritik.“ Heinrich Tiersch

Lachen und Lernen

Lerntraining

Heute ist der Weltlachtag! (03.Mai.2020)

Das nahm ich mal als Anlass, um einen Blogbeitrag zu schreiben, welche Auswirkungen Lachen auf das Lernen hat.

Britische Forscher haben ermittelt, dass Kinder etwa 400 Mal am Tag lächeln und bis 150 Mal lachen. Leider zeigt die Studie auch, dass das Lächeln verloren geht. Erwachsene lächeln nur noch 15 Mal und bringen es 6 Mal zum Lachen. Für viele beginnt mit der Schule der „Ernst des Lebens“, aber genau da ist Humor und Lachen ein wichtiger Wegbegleiter. Auch der „Ernst des Lebens“ darf Spaß machen.

4 Gründe, warum es sich auszahlt beim Lernen zu lachen:

1. Lächeln macht gute Laune und wirkt sympathisch

Kinder oder Erwachsene, die einem mit einem Lächeln entgegentreten, wirken offen, aufgeschlossen für Kommunikation und sympathisch. Als Gegenüber kann ich nicht aus, außer zurück zu lächeln. Forscher stellten in verschiedenen Studien fest, dass ein Lächeln sofort glücklicher macht und eine bessere Stimmung hervorruft. Also warum nicht bei Hausübungen und Lernsituationen ein Lächeln einsetzen?

2. Lachen erleichtert das Lernen und steigert die Merkfähigkeit und das Erinnerungsvermögen

Die Auswirkung von Lachen auf Lernen wird unterschätzt, weil Lachen in Zusammenhang mit Freude und Zufriedenheit beschränkt wird. Aber gerade beim Schullernen, wo ich auch Dinge lerne, die einem schwer fallen ist es wichtig sich Situationen zu schaffen, wo ein Lächeln oder Lachen möglich ist. Lachen steigert die Lernfähigkeit.

Hier zwei Studien dazu:

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1074742707000299

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0001691809000729

Durch die positive Emotion beim Lernen, kann das Gelernte leichter gespeichert und abgerufen werden. Es steigert die Merkfähigkeit und unser Erinnerungsvermögen. Den an eine Situation, die mit einem Lächeln stattgefunden hat, kann sich unserer Gehirn leichter erinnern. Trau dich Lernmethoden einzusetzen, die Spaß machen oder zumindest ein kleines Lächeln fordern.

3. Lachen fördert die Kreativität und Leistungsfähigkeit

Lachen ist gesund und verbessert die Leistungsfähigkeit. Laut dem kanadischen Psychologen und Lachforscher Rod Martin beschleunigt Lachen unseren Herzschlag, was dazu führt, dass unser Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Humor verschafft uns eine Auszeit von Problemen und erleichtert uns die Herangehensweise, um Lösungen zu finden. Wenn jemand bei Missgeschicken lacht fördert es die Kreativität und Lösungen sind leichter greifbar. Fehler dürfen mit Humor und Kreativität gemeistert werden. „Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug.“

4. Lachen verbessert das eigene Körperempfinden

Kinder, aber auch Erwachsene, die lächeln fühlen sich in ihrem Körper wohler. Das Lachen hat Auswirkung auf die Aktivität und die Gesundheit. Wenn ein Kind einen Erwachsenen anlächelt, lächelt der automatisch zurück. Dank unseren Spiegelneuronen, dies löst im Körper ein Glücksgefühl aus und verbessert augenblicklich das eigene Körperempfinden. Die ausgeschütteten Endorphine beim Lachen sorgen für ein Glücksgefühl, aber sie sind auch entzündungshemmend, schmerzstillend und angstlösend. Also Tipp für einer Prüfung, bevor es los geht einmal Lachen.!

Wenn du Lust auf eine Aufgabenstellungen zum Thema Lachen mit deinem Kind hast, dann drück auf den Button. 😊